Archiv für Kategorie Ein Kurs in Wundern

Das Gebet als Weg zu wahrer Demut

„Das Gebet ist ein Weg zu wahrer Demut“ heißt es in den Ergänzungen zu Ein Kurs in Wundern. „(Es) steigt langsam empor und wächst an Stärke und an Liebe und an Heiligkeit. Lass es vom Boden sich erheben, von wo aus es beginnt, zu GOTT emporzusteigen, und endlich wird die wahre Demut kommen […], (die) Frieden bringt, weil sie nicht beansprucht, dass du über das Universum herrschen oder alle Dinge so beurteilen musst, wie du sie haben möchtest.” ¹

Das Gebet hat viele Formen. Manche Gebete entstehen aus der Überzeugung der eigenen Bedürftigkeit, manch andere gleichen eher einer Widmung.

Sie alle bilden eine Leiter, an der zu Beginn die Illusion einer Trennung von GOTT steht und hinter dem Bitten die Absicht GOTT zu kontrollieren. Diese Leiter führt weiter hinauf  bis zur Erleuchtung, dem Gewahrwerden des Einsseins mit GOTT, wo das kleine Selbst sich im SELBST der LIEBE GOTTES auflöst.
Dann ist das Gebet nichts anderes mehr als „die eine Stimme, die sich der SCHÖPFER und die Schöpfung teilen” ¹, ein Lied des Dankes.

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Was besagt “Ein Kurs in Wundern”?

Nichts Wirkliches kann bedroht werden.
Nichts Unwirkliches existiert.
Hierin liegt der Frieden Gottes.

The embrace

So beginnt Ein Kurs in Wundern. Er trifft eine grundlegende Unterscheidung zwischen dem Wirklichen und dem Unwirklichem, zwischen Erkenntnis und Wahrnehmung. Erkenntnis ist Wahrheit – unter einem einzigen Gesetz, dem Gesetz der Liebe oder GOTTES. Die Wahrheit ist unveränderlich, ewig und

unzweideutig. Sie kann unerkannt sein, aber sie kann nicht verändert werden. Sie gilt für alles, was GOTT erschaffen hat, und nur das, was ER erschaffen hat, ist wirklich. Sie liegt jenseits des Lernens, weil sie jenseits von Zeit und Prozess liegt. Sie hat kein Gegenteil, keinen Anfang und kein Ende. Sie ist einfach.

Die Welt der Wahrnehmung andererseits ist die Welt der Zeit, der Veränderung, der Anfänge und der Enden. Sie beruht auf Deutung, nicht auf Tatsachen. Sie ist die Welt der Geburt und des Todes, gegründet auf den Glauben an Mangel, Verlust, Trennung und Tod. Sie wird gelernt statt gegeben, ist selektiv in ihren Wahrnehmungsschwerpunkten, instabil in ihrer Funktionsweise und falsch in ihren Deutungen.

Aus Erkenntnis und Wahrnehmung gehen zwei unterschiedliche Denksysteme hervor, die in jeder Hinsicht gegenteilig sind. Im Bereich der Erkenntnis existieren keine Gedanken getrennt von GOTT, weil GOTT und SEINE SCHÖPFUNG einen WILLEN miteinander teilen. Die Welt der Wahrnehmung hingegen ist aus dem Glauben an Gegensätze und getrennte Willen gemacht, die in ständigem Konflikt miteinander und mit GOTT sind. Was die Wahrnehmung sieht und hört, scheint wirklich zu sein, weil sie nur das ins Bewusstsein einlässt, was den Wünschen des Wahrnehmenden entspricht. Das führt zu einer Welt von Illusionen, zu einer Welt, die ständiger Abwehr bedarf, gerade weil sie nicht wirklich ist.

Wenn du in der Welt der Wahrnehmung gefangen bist, dann bist du in einem Traum gefangen. Du kannst ohne Hilfe nicht daraus entrinnen, weil alles, was dir deine Sinne zeigen, nur die Wirklichkeit des Traums bezeugt. GOTT hat die ANTWORT bereitgestellt, den einzigen AUSWEG, den wahren HELFER. Es ist die Funktion SEINER STIMME, SEINES HEILIGEN GEISTES, zwischen den beiden Welten zu vermitteln. ER kann das tun, weil ER, während ER einerseits die Wahrheit erkennt, andererseits auch unsere Illusionen wahrnimmt, doch ohne an sie zu glauben. Es ist das Ziel des HEILIGEN GEISTES, uns aus der Traumwelt entrinnen zu helfen, indem ER uns lehrt, wie wir unser Denken umkehren und unsere Fehler verlernen können. Die Vergebung ist die große Lernhilfe des HEILIGEN GEISTES, um diese Umkehr im Denken herbeizuführen. Doch hat der Kurs seine eigene Definition für das, was Vergebung wirklich ist, genau wie er die Welt auf seine Weise definiert.

Die Welt, die wir sehen, spiegelt lediglich unseren eigenen inneren Bezugsrahmen wider: Zum Rest des Beitrags »

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